By Jan Assmann

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Read or Download Ägypten: Theologie und Frömmigkeit einer frühen Hochkultur (Kohlhammer Urban-Taschenbücher) PDF

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Machtfaktor auch ohne Machtbasis?: Die Sudetendeutsche Landsmannschaft und die CSU

Der Verfasser dieser Zeilen hatte bei der Erstellung der vorliegenden Untersuchung das Glück, sich mit mehreren seiner bevorzugten Interessengebiete intensiv auseinandersetzen zu können: Von den bayerisch-böhmischen Beziehungen in historischer Perspektive über die deutsche Verbände- und Parteienlandschaft bis hin zur CSU als spezielles Forschun- objekt reicht die Spannbreite dieser Studie, die einen innen- wie außenpolitischen Bezug aufweist.

Wandlungskompetenz von Führungskräften: Konstrukterschließung - Modellentwicklung - empirische Überprüfung

Geleitwort Ein „Nachdenken' über die Wandlungskompetenz von Führungskräften unter einer Ref- xion vorliegender Konzeptrudimente, und zwar im Duktus einer sichtenden und dabei - mer detaillierter werdenden examine, einer zunächst globalen Phänomenerschließung und Skizzierung von Anforderungen an das Führungkräftehandeln, einer literaturanalytischen Phänomeneingrenzung und Entwicklung eines Bezugsrahmens, einer minutiösen inhalt- chen Erschließung des Konstrukts Wandlungskompetenz von Führungskräften über eine qualitative Studie, einer entsprechenden Hypothesenentwicklung, eine quantitative Studie zur Hypothesen- und Gesamtmodellüberprüfung sowie die Entwicklung erster Praxish- weise ist vor dem Hintergrund der vielfältigen Anforderungen, die sich aus Änderung und Wandel als den zentralen Führungsaufgaben ergeben, dringend notwendig, aber auch höchst kompliziert.

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Die Stadt ist das erste und älteste Schöpfungswerk, ja sie geht im Grunde genommen der eigentlichen Schöpfung noch voraus, die erst durch sie und von ihr aus möglich wird. »Als Heliopolis noch nicht gegründet war, daß ich hätte darin sein können«, so beschreibt der Schöpfergott in einem alten Text den Urzustand vor der Schöpfung. Für den Ägypter ist die Stadt ein Tempel der auf dem Urhügel steht, Sitz und Domäne eines autochthonen Gottes. Was bedeutet diese Konzeption der Stadt als eines göttlichen Wohnsitzes nun für das Lebensgefühl der Menschen, die in diesen Städten wohnen?

Der ptolemäische Tempel bietet den Vorzug eines klar definierten Typus: allen großen Tempeln dieser baufreudigen Epoche liegt ungefähr dasselbe Schema, derselbe Baugedanke zugrunde. Aus den Inschriften dieser Tempel geht hervor, daß man den allen Tempeln gemeinsamen Grundplan auf einen vom Schöpfergott selbst beim Anbeginn der Welt entworfenen Urtempel zurückführte. Werfen wir einen Blick auf den Horus-Tempel von Edfu! Zwei Elemente treten deutlich hervor: der monumentale Pylon und, ihm gegenüber am anderen Ende und im Innersten des sich hier in Nord-Süd-Richtung erstreckenden Tempelhauscs, das Sanktuar, ein freistehender Naos.

2 translatio - Grundlagen des ägyptischen Kults Das Wesen des ägyptischen Kults hat man als eine »Antwort« bezeichnet, eine »Reaktion« des Menschen auf das immer vorgängige und vorrangige Wirken der Gottheit. Mit dieser Interpretation möchte man dem Eigenverständnis der Ägypter gerecht werden, für die ihre Götter eben nicht »Fiktionen« waren, sondern höchst reale Mächte, und die das kultische Handeln nicht als eine symbolische Inszenierung verstanden, sondern als eine reale Begegnung, der sie sich, wie aus vielen hierher gehörenden ägyptischen Texten deutlich wird, mit Furcht und Zittern unterzogen, die sie aber auch mit Staunen, Jubel und Freude erfüllte.

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